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Anbaumethoden und Tipps

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Anbaumethoden und Tipps

Beitrag von SimplyTheBest am So Aug 08, 2010 6:41 pm

Um Mal den Anfang zu machen.
Ich habe vor 13 Jahren angefangen mich in der Landwirtschaft zu angagieren. Das ausschlaggebend für diese Entscheidung war das Buch Celestine, das mir gezeigt hat wie wichtig es ist Nahrungsmittel selbst zu erzeugen und damit die nötige Energie für den Alltag zu bekommen. Wo ich früher jedes Jahr zum Zahnarzt musste, der mir Füllungen in meine Zähne machte, gehört heute dieser Zahnarztbesuch der Vergangenheit an. Auch sonst scheint sich vieles verändert zu haben. Ich komme mit viel weniger Nahrung aus, leide aber keinen Mangel. So könnte man sagen, das die Nahrungsmittel wohl hochwertiger sind.
Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Kulturen angebaut. Ich habe mich von Anfang an geweigert Kunstdünger und Spritzmittel einzusetzen, was zur Folge hatte das eine Missernte nach der anderen folgte. Ich musste erst umdenken um zu erkennen, das traditionelle Anbaumethoden ohne diese Hilfsmittel nicht auskommen. Der gedankliche Fehler lag drin, das ich wenn ich ohne diese Hilfsmittel auskommen wollte, einen nicht traditionellen Weg finden musste, indem ich den Selbstschutz der Pflanzen generiere.
Die Pflanzen müssten über genügend Energie verfügen um bei einem Parasitenbefall oder Pilzbefall durch biologische Spritzmittel wie Brennesseljauche und Asche ebenso wie durch ausreichende Düngung durch Stallmist, sich dagegen verteidigen können.
Es dauerte immerhin 7 Jahre, bis ich die ersten Erfolge verbuchen konnte. Seit dieser Zeit komme ich immer öfter dahinter was meine Pflanzen benötigen.
Es sind mitunter Erkenntnisse, die sich aus Versuchanlagen ergeben.
Als Beispiel haben wir dieses Jahr 30 cm tiefe Löcher im Abstand von 1 Meter gegraben, diese zur Hälfte mit Pferdemist gefüllt, darauf die normale Erde und in diese Kürbissaatgut.
Im Gegensatz zu meinen Nachbarn haben sich die Kürbisse sehr gut entwickelt und viele Blüten, die mittlerweile in den Fruchtstatus übergegangen ausgebildet. Ich habe festgestellt, das der Pferdemist nicht nur eine gute Düngung ist, sondern das durch die Plazierung unter das Saatgut er wie eine Fußbodenheizung wirkt. So konnten die kritischen Tage, in denen es sehr kalt und regnerisch war überbrückt werden.
Wir haben auch dieses Jahr Brennesseljauche angesetzt, die hervoragend gegen Schädlinge wirkt, genauso wie Holzasche. Es scheint also möglich zu sein, durch logische Versuchsanordnungen auf die Chemie zum größten Teil verzichten zu können. Mir ist auch aufgefallen, das dies eine Auswirkung auf den Geschmack des Selbstangebauten hat. Die Erzeugnisse haben einen sehr intensiven Eigengeschmack, im Gegensatz zu den gekauften Produkten.

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Zwiebel und Co

Beitrag von SimplyTheBest am Mo Aug 09, 2010 9:19 am

Ich habe mich schon oft gefragt, wie manche Prozesse in der Natur ablaufen. Ich bin erstaunt dass im Internet zu bestimmten Vorgängen wenig oder gar nichts zu finden ist.
Wir haben zurzeit ein Zwiebelfeld. Die eine Hälfte ist mit Zwiebeln übersät, die Blüten gebildet haben, die andere nicht. Aus welchem Grund dies geschieht ist mir schleierhaft. Während die Blütenlosen verkauft werden können bleiben wir auf den anderen sitzen. OK, sie dienen für die Aussaat des nächsten Jahres. Trotzdem wüsste ich gerne welche Gegebenheiten dafür verantwortlich sind, dass auf dem gleichen Feld zwei sich unabhängig entwickelnde Pflanzen vom gleichen Typ wachsen.
Die Erklärung, das die Saatzwiebeln beim stecken zu groß waren, kann ich hier ausschließen, da sie alle aus dem gleichen Saatgutsack stammen. Eine Laune der Natur oder abhängig von Faktoren der Feldbeschaffenheit.
Ich habe nämlich festgestellt, dass die Zusammensetzung der Erde unterschiedlich ist, obwohl es sich um den gleichen Platz handelt. Es ist wie ein Flöz, der sich durch das Feld zieht.
Was für andere Pflanzen gut ist, scheint bei Zwiebeln schlecht zu sein. Dazu gehört z.B. das düngen mit Mist. Da haben wir festgestellt dass dies zur Knollenfäule führen kann.
Was erstaunlich ist, dass eine Paprikasorte einen unterschiedlichen Schärfegrad ausweist. Eigentlich ist es eine normale Gemüsepaprika, die keinerlei Schärfe aufweisen sollte, trotzdem befinden sich welche dabei, die eine ungewöhnliche Schärfe aufweisen.
Mir zeigt das, das es auch in der Pflanzenwelt Ausreißer gibt, die sich nicht an vorgegebenes halten.
Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht?


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